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Clickertraining mit Welpen – darauf sollten Sie achten!

Der Einzug eines Welpen in Ihren Haushalt ist eine aufregende Zeit, und natürlich wünschen sich Hundebesitzer einen optimalen Start mit ihrem neuen Welpen. Einer der wichtigsten Aspekte für einen gelungenen Start ins neue Zusammenleben mit Ihrem neuen Begleiter ist das Training. Welpen sind extrem beeinflussbar, vor allem im Alter von acht bis zwanzig Wochen, einer Zeit, die gemeinhin als Prägungsphase bezeichnet wird. In dieser Zeit können gute Gewohnheiten entwickelt und schlechte Gewohnheiten durch positives, motivierendes Training vermieden werden. Eine der besten Möglichkeiten, Ihren Welpen mit Spaß zu trainieren und schnelle Ergebnisse zu erzielen, ist das Clickertraining. 

Was ist Clickertraining und wie funktioniert es? 

Das Clickertraining ist eine Kombination aus den wissenschaftlichen Prinzipien der klassischen Konditionierung von Ivan Pavlov und der operanten Konditionierung von B.F. Skinner. (Pawlows Hunde bekamen beim Klang einer Glocke Speichelfluss, und Skinner trainierte Tauben, eine Reihe von Bewegungen auszuführen, um ihre Futterbelohnung zu erhalten). Beim Clickertraining lernt Ihr Hund, ein akustisches Signal, wie den Clicker, mit einer angenehmen Belohnung, wie Futter, zu verbinden. Durch Wiederholung lernt Ihr Hund, dass der Clicker bedeutet, dass das, was er in diesem Moment getan hat, eine Belohnung nach sich ziehen wird. Der Clicker ist ein effektives Hilfsmittel, da das Geräusch klar und beständig ist und die Zeit zwischen der Markierung des korrekten Verhaltens und der Belohnung überbrückt werden kann. Da es sich um eine belohnungsbasierte Methode handelt, kann der Clicker Ihrem Welpen helfen, aktiv zu lernen. 

Worauf ist bei Clickertraining mit Welpen zu achten?

1. Timing

2. Motivation

Das richtige Timing

Das Timing ist wichtig, denn Hunde leben in der Gegenwart und es gibt ein Zeitfenster von nur einer Sekunde, in dem Ihr Welpe eine Ursache mit einer Wirkung in Verbindung bringen kann. Das bedeutet, dass Ihre Belohnung für eine gut ausgeführte Aufgabe sofort erfolgen muss, damit Ihr Welpe eine genaue Verbindung zwischen seiner Handlung und der Belohnung herstellen kann. Jede Verzögerung in der Kommunikation kann Ihren Welpen verwirren oder ihm unbeabsichtigt etwas Unerwartetes beibringen. Der Clicker kann Ihnen dabei helfen, genau den Moment zu markieren, in dem Ihr Welpe das richtige Verhalten zeigt, ohne dass es zu einer Verzögerung bei der Kommunikation kommt. 

Richtig motivieren

Motivation bedeutet, etwas zu finden, das für Ihren Welpen sehr attraktiv ist und für das er arbeiten möchte. Häufig werden beim Training Belohnungen in Form von Futter eingesetzt, da Hunde von Natur aus bereit sind, dafür zu arbeiten. Wenn Sie Ihren Hund mit Futter belohnen sollten Sie dabei auf sein normales Trockenfutter zurückgreifen und die im Training verwendete Ration von seiner täglichen Ration abziehen. So können Sie verhindern, dass der Welpe durch intensives Training zu stark zunimmt. 

Sie können aber auch Lob, Streicheleinheiten oder ein spezielles Spielzeug verwenden, das nur für Ihre Trainingseinheiten reserviert ist. Denken Sie daran, dass Geduld und Spaß bei der Ausbildung Ihres Welpen besonders wichtig sind.

Was ist wichtig bei der Auswahl eines Clickers?

Welchen Clicker Sie für das Training aussuchen spielt für den Trainingserfolg keine Rolle. Wichtig ist, dass die Art des Clickers nicht gewechselt wird, damit der Hund immer dasselbe Geräusch mit der positiven Rückmeldung verbindet. Sollten sie einen Clicker verschlissen haben, kaufen Sie am besten das gleiche oder ein ähnliches Modell noch einmal. 

ratgeber_tipp_klein 
Suchen Sie sich einen robusten Clicker aus, der für Sie praktisch ist. Das bedeutet, dass der Clicker eine handliche Größe und ggf. einen zusätzlichen Clip zur Befestigung an der Hose oder am Gürtel hat, wie besipielsweise der Pro-Training Quicker Clicker. Auch eine Öse zur Befestigung eines Schlüsselrings oder einer Armschlaufe kann praktisch sein wie z.B. beim Pro-Training Clicker Deluxe. Hier können Sie frei entscheiden, was Sie für Ihren Trainingseinsatz nützlich finden. 

Wie sollte eine Trainingseinheit gestaltet sein?

Die Trainingseinheiten sollten kurz (etwa 15 Minuten pro Sitzung) und fröhlich sein, damit sich Ihr Welpe nicht langweilt. Loben und belohnen Sie Ihren Welpen häufig, wenn er eine Übung gut ausführt, damit er bei den Trainingseinheiten motiviert bleibt. Wählen Sie für Ihre Trainingseinheiten ruhige, ablenkungsfreie Orte, damit sich Ihr Welpe ganz auf Sie konzentrieren kann. Überfordern Sie ihn nicht und gehen Sie erst dann zu schwierigeren Übungen über, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Welpe bereit ist. Neben den grundlegenden Gehorsamsübungen wie "Sitz", "Platz" und "An der Leine gehen" können Sie Ihrem Welpen auch beibringen, wie er sich als erwachsener Hund verhalten soll. Zu diesen Übungen gehört beispielsweise, dass er sich zur Begrüßung hinsetzt, anstatt an Menschen hochzuspringen, dass er nicht auf Möbel springt und alles andere, was Sie als nützlich erachten. 

Die Teilnahme an Gruppenkursen, die von einem professionellen Trainer geleitet werden, ist eine gute Möglichkeit, Ihrem Welpen wichtige Gehorsamsübungen beizubringen. Ein Vorteil von Gruppenkursen ist die Unterstützung durch einen Trainer, der Sie bei der Erziehung Ihres Welpen in die richtige Richtung lenkt und Ihnen auch bei Problemen oder Fragen hilft. Ihr Welpe profitiert auch davon, dass er mit anderen Hunden und Menschen in Kontakt kommt und lernt, in einer Umgebung mit vielen Ablenkungen auf Sie zu hören. Suchen Sie nach einem Gruppenkurs in Ihrer Nähe, der auf die speziellen Trainingsbedürfnisse von Welpen ausgerichtet ist und positive Motivationstechniken wie Clickertraining anbietet. Die ersten Monate mit Ihrem neuen Welpen sind eine großartige Gelegenheit, das Fundament für eine dauerhafte Bindung zu Ihrem Hund zu legen. Das Training, das Sie jetzt durchführen, wird Ihrem Welpen helfen, sich zu einem gut erzogenen Begleiter fürs Leben zu entwickeln. 

6 Praktische Übungen zum Training mit Ihrem Welpen

Übung 1: Den eigenen Namen erkennen

Die Grundlage aller weiteren Übungen sowie für ein harmonisches Zusammenleben von Hund und Besitzer ist, dass der Hund seinen eigenen Namen erkennt und Ihnen Aufmerksamkeit schenkt, sobald er seinen Namen hört.

Übungsablauf

  • Stellen Sie Sich vor Ihren Hund
  • Sagen Sie den Namen des Hundes
  • Wenn Sie der Hund anschaut
  • Click und Leckerchen

Übung 2: Kommen bei Rufen

Diese Übung lässt sich am besten in zwei Teile aufteilen. Wird der erste Teil erfolgreich beherrscht, beginnen Sie mit dem zweiten Teil der Übung

 Übungsablauf (Teil 1)

  • Rufen Sie Ihren Hund und halten Sie dabei deutlich sichtbar ein Leckerchen in der Hand
  • Treten Sie einige Schritte zurück und wenn ihnen der Hund folgt
  • Click und Leckcerchen

Übungsablauf (Teil 2)

  • Vergrößern Sie den Abstand zwischen sich und Ihrem Hund
  • Rufen Sie Ihren Hund mit einem Kommando wie "Komm" oder "Hier" 
  • Wenn Ihr Hund bei Ihnen ist, halten Sie ihn am Halsband fest
  • Click und Leckerchen

 

Wenn sie die ersten beiden Übungen erfolgreich abgeschlossen haben, ist bereits ein großer Erfolg in der Erziehung Ihres Hundes erreicht. Der Hund erkennt nun seinen Namen und kommt wenn Sie ihn rufen. Dass Sie Ihren Hund nach dem erfolgreichen Herrufen fest im Griff haben, wird von Ihrem Hund durch die damit verbundene Belohnung als positiv empfunden.
Auch wenn die Übungen einfach aufgabaut sind, brauchen sie vielfache Wiederholung bis zum gewünschten Lernergebnis. Haben Sie viel Geduld beim Welpentraining und starten Sie mit den folgenden Übungnen erst, wenn die Grundlage gelegt ist. 

Übung 3: Hinsetzen

Ebenfalls zu den ganz elementaren Übungen gehört das Kommando "Sitz". Dieses Kommando sollte am Ende der Übung mit dem verbalen Kommando "Sitz" aber auch nur mit der Geste "erhobener Zeigefinger" ausgeführt werden. 

Übungsablauf (Teil 1)

  • Halten Sie einLeckerchen über die Nase des Hundes und wenn Sie seine Aufmerksamkeit haben, heben Sie es leicht an
  • Der Hund schaut nach oben und nimmt fast automatisch die gewünschte Haltung ein
  • Sobald das Hinterteil des Hundes den Boden berührt
  • Click und Leckerchen

Übungsablauf (Teil 2)

  • Wiederholen Sie Übungsablauf Teil 1
  • Fügen Sie zusätzlich das Kommando "Sitz" ein, sobald der Hund sitzt
  • Heben Sie den Zeigefinger während Sie das Kommando geben
  • Sobald der Hund sitzt
  • Click und Leckerchen

Übungsablauf (Teil 3)

  • Wiederholen Sie Übungsablauf Teil 2
  • lassen Sie das Kommando "Sitz" weg und arbeiten Sie nur mit dem Zeigefinger
  • Sobald der Hund sitzt
  • Click und Leckerchen

Übung 4: Sitzenbleiben

Diese Übung ist eine wichtige erweiterung der Übung "Sitz". Wenn Sie möchten, dass ihr Hund länger als nur wenige Sekunden sitzenbleibt, muss dieses gewünschte Verhalten erlent werden. Erfahrungsgemäß erfordert diese Übung ein wenig mehr Geduld. 

Übungsablauf 

  • Wiederholen Sie Übungsablauf 3
  • Clicken Sie nicht sobald der Hund sitzt
  • Warten Sie einen Moment und stellen Sie sicher, dass der Hund noch ruhig sitzt
  • Click und Leckerchen
  • Vergrößern Sie den Zeitraum bis der Click erfolgt
  • Vergrößern Sie den räumlichen Abstand zwischen sich und dem Hund bevor der Click erfolgt

Übung 5: Hinlegen

Ebenso wie die Übung "Hinsetzten" zählt die Übung "Hinlegen" zu den absoluten Standards der Hundeerziehung. Beide Übungen funktionieren sehr ähnlich und auch das Hinlegen sollte auf ein verbales Kommando sowie auf Handzeichen funktionieren. Das Hinlegen zählt im Normalfall zu den einfacheren Übungen.

Übungsablauf (Teil 1)

  • Nehmen Sie ein Leckerchen und halten Sie es unter die Nase des Hundes
  • Sobald der Hund reagiert legen Sie die geschlossene Hand auf den Boden zwischen die Pfoten des Hundes
  • Der Hund wird sich rasch hinlegen und versuchen an das Leckerchen zu gelangen
  • Sobald der Hund liegt
  • Click und Leckerchen

Übungsablauf (Teil 2)

  • Wiederholen Sie Übungsablauf Teil 1
  • Sobald der Hund liegt geben Sie das Kommando "Platz" 
  • Click und Leckerchen

Übungsablauf (Teil 3)

  • Wiederholen Sie Übungsablauf Teil 2
  • verzichten Sie auf das Kommando "Platz" und geben Sie stattdessen ein Handzeichen 
  • Sobald der Hund liegt
  • Click und Leckerchen

Übung 6: Liegenbleiben

Die Übung "liegebleiben" funktioniert ähnlich wie die Übung "sitzenbleiben". Wichtig ist auch bei dieser Übung jede Menge Geduld. 

Übungsablauf 

  • Wiederholen Sie "Hinlegen" Übungsablauf 3
  • Clicken Sie nicht sobald der Hund liegt
  • Warten Sie einen Moment und stellen Sie sicher, dass der Hund noch ruhig liegt
  • Click und Leckerchen
  • Vergrößern Sie den Zeitraum bis der Click erfolgt
  • Vergrößern Sie den räumlichen Abstand zwischen sich und dem Hund bevor der Click erfolgt

 

Wenn Ihr Hund diese sechs praktischen "Pflichtübungen" beherscht, gibt es natürlich noch jede Menge weitere Verhaltensweisen bis hin zu Kunstsücken, die sich durch das Clickertraining üben lassen. Diese reichen von einfachem Pfötchengeben bis hin zu "Totstellen", auf den Rücken legen und vieles mehr. Wenn Sie und Ihr Hund Freude am Training mit dem Clicker gefunden haben, sind den Trainingsmöglichkeiten beinahe keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur zu beachten: Fangen sie mit den Grundlagen an und steigern Sie den Schwierigkeitsgrad nur langsam. Bleiben Sie geduldig und liebevoll, auch bei möglichen Rückschlägen während des Trainings. 

 

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