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12 Tipps gegen Unsauberkeit bei Katzen

Im Zusammenspiel von Katze und Mensch kann es leider auch mal zu Problemen kommen. Wenn die Katze plötzlich das Katzenklo verschmäht, kostet dies nicht nur Nerven, sondern kann auch mitunter sehr kostspielig werden – insbesondere, wenn dadurch nicht nur Schäden an Schuhen oder Blumentöpfen, sondern auch z.B. an der Wohnungseinrichtung entstehen. Diese Phasen haben fast alle Katzen einmal und Katzenhalter kennen das Problem.

  

Sie machen es nicht, um uns Menschen zu strafen

Im Allgemeinen sind Katzen sehr reinliche Tiere und vergraben ihre Ausscheidungen gut. Doch weichen sie von diesem natürlichen Verhalten ab, gilt es in der Regel, schnell zu handeln und die Ursache hierfür herauszufinden. Denn wird die „Wildpinkelei“ erst einmal zur Gewohnheit im Alltag, wird es auch immer schwieriger, dies unschöne Verhalten wieder abzugewöhnen.

Darum ist es wichtig, zunächst das „WARUM“ zu verstehen, denn Katzen tun dies niemals aus Protest oder um uns eins auszuwischen. Vielmehr geht es darum, dass Katzen uns durch ihr Verhalten etwas mitteilen möchten. Hier heißt es dann für uns Katzenbesitzer, genau hinzuhören und hinzuschauen, um den eigentlichen Grund für die Unsauberkeit herauszufinden.

 

Der erste Schritt im Mehrkatzenhaushalt – analysieren wer der Übeltäter ist

In einem Mehrkatzenhaushalt ist es manchmal gar nicht so einfach, herauszufinden, wer die Pfütze hinterlassen oder das Möbelstück beschmutzt hat. Es ist sogar möglich, dass eine Katze damit angefangen hat und nun eine andere den Geruch einfach nur überdecken möchte. Um herauszufinden wer denn jetzt wohin gemacht hat, müsste man seine Katzen wahrscheinlich schon mindestens einen ganzen Tag – und wahrscheinlich auch die Nacht – beobachten. Dies ist natürlich kaum möglich, daher raten Experten hier zu farbenfrohen Tricks. So können beispielsweise Lebensmittelfarben unter das Futter gemischt werden, welche sich im Kot widerspiegeln. Für eine Identifikation des Urins ist es auch möglich, dem verdächtigen Samtpfötchen etwas Fuorescein unter das Futter zu mischen. Dies ist ein harmloser Farbstoff, welcher den Urin nach der Einnahme hell leuchtend färbt. Wird die Urin-Pfütze mit ultraviolettem Licht (Schwarzlicht) angestrahlt, leuchtet es auf. Am besten funktioniert dies natürlich in der Dunkelheit.

 

Unsauberkeit und Markierverhalten – wo liegt der Unterschied?

Das markieren mit Urin dient Katzen als Kommunikationsmittel und hinterlässt eindeutige Botschaften. Entgegen vielen Gerüchte markieren sowohl männliche, weibliche, unkastrierte auch auch kastrierte Katzen – wobei es normalerweise mit der Kastration bedeutend weniger wird, wenn nicht gar ganz aufhört. Bevor eine Stelle markiert wird, wird sie zunächst ausgiebig beschnüffelt und anschließend mit Urin bespritzt. Optisch gibt es einen klaren Hinweis, wie der Unterschied zwischen dem Markieren und der Unsauberkeit festgestellt werden kann.

Beim Markieren reckt die Katze ihren Popo in die Höhe, stellt den Schwanz senkrecht auf und lässt ihn leicht „zittern“, während sie z.B. eine Wand, einen Stuhl oder einen Schrank mit Urin bespritzt. Im Gegenzug hierzu, hockt sich die Katze bei Unsauberkeit leicht hin und deutet nach Beendigung des Geschäfts an, den Urin zu verscharren. Als kleines Unterscheidungsmerkmal kann man somit allgemein sagen: Markiert werden meist senkrechte Stellen, während bei Unsauberkeit auf waagrechte Flächen, wie Fußboden, Bett oder Sofa uriniert wird.

 

Gesundheitliche Probleme ausschließen

Fällt eine Katze plötzlich durch Unsauberkeit unangenehm auf, ist es sehr wichtig, gesundheitliche Probleme durch einen Tierarzt auszuschließen. Nicht nur Blasenentzündungen können zu Unsauberkeit führen, es gibt viele Erkrankungen, die zu vermehrtem Wasserlassen lassen führen. Insgesamt ist es naheliegend, bei Unsauberkeit einmal den Harnapparat professionell untersuchen zu lassen, aber auch andere Dinge können zu starkem Unwohlsein führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nicht nur eine Urinprobe zu untersuchen, sondern die gesamte Katze inkl. Blutbild.

Tipp

Bring zum Besuch beim Tierarzt am besten direkt eine Urinprobe mit, das erspart deiner Katze viel Stress und Zeit beim Tierarzt, den sonst müsste dieser sie selbst von der Katze nehmen. Wie man das macht? Sobald sie sich zum Wasser lassen hinhockt, schiebe ihr schnell ein flaches Gefäß unter. Der Urin kann – mit einer sauberen Spritze aufgezogen – einfach zum Tierarzt mitgenommen werden.

 

Das Katzenklo als Ursache für Unsauberkeit

Nachdem Krankheiten ausgeschlossen wurden, sollten weitere Beweggründe wie z.B. das Katzenklo in Betracht gezogen werden. Oftmals kann man sogar bei genauer Beobachtung der Katze, Anzeichen dafür erkennen, dass sie mit der Katzentoilette an sich nicht zufrieden ist. Zögert deine Katze vielleicht vorm Betreten der Katzentoilette oder sucht sie diese auffällig selten auf, und lässt dann große Mengen Wasser? Aber auch wenn sie ungewöhnlich lange benötigt, um die richtige Position zu finden oder außergewöhnlich lange an ihrem Geschäft schnüffelt und immer wieder scharrt, ohne aber wirklich zufrieden zu wirken, solltest du dir ihr stilles Örtchen mal genau ansehen und überlegen was ihr missfallen könnte. Stell dir am besten einfach mal folgende Fragen:

Ist die Anzahl der Katzentoiletten ausreichend?

Grundsätzlich gibt es die Empfehlung, so viele Katzentoiletten aufzustellen wie viele Katzen im Haushaltleben + 1 zusätzlich. Aber dies ist lediglich die Mindest-Anforderung. Leben mehrere Katzen in deinem Haushalt, kann es ein, dass du statt einer zusätzlichen Katzentoilette besser 2 oder sogar 3 zusätzliche Katzenlos aufstellen musst, damit sich alle Katzen wohl fühlen. Katzen teilen ihre Katzentoilette nicht gern mit Artgenossen und nutzen für das kleine und große Geschäft am liebsten unterschiedliche Katzenklos. Am besten stellst du nicht alle direkt nebeneinander auf, sondern viel mehr im ganzen Haus oder der Wohnung verteilt - an Orten die günstig dafür erscheinen.

Stehen die Katzentoiletten am richtigen Ort?

Der Ort für die Katzentoilette sollte möglichst ruhig gelegen sein – nicht direkt neben Türen, ohne Zugluft und am besten nicht in dunklen Ecken, in denen sich deine Katze nicht wohl fühlt. Aber natürlich auch nicht zu nah am Fress- oder Trinkplatz oder an Orte, zu denen sie nicht ständig zutritt hat. Vielleicht hat sie sich auch einmal fürchterlich erschreckt (z.B. durch eine nahe Türklingel) oder ähnliches und traut sich jetzt nicht mehr in die Toilette herein. All dies sind Faktoren die du prüfen solltest.

Die Katzentoilette selbst sagt deiner Katze nicht zu

Es gibt viele verschiedene Ausführungen von Katzentoiletten – in Schalenform, mit einer Haube, mit Klappe oder dem Einstieg oben. Aber auch ganze Toiletten-Schränke, in denen sich die Toiletten optisch verstecken lassen. Hier gibt es prinzipiell viele Möglichkeiten, die deiner Katze nicht zusagen könnten. Einerseits mögen es Katzen gerne, wenn sie diskret ihr Geschäft verrichten können, anderseits dürfen sie sich aber auch in der Katzentoilette nicht gefangen fühlen und sollten immer einen zweiten Ausgang (Haubentoilette) zur Verfügung haben. Auch wenn die Katzentoilette zu klein oder zu groß ist, kann sie auf Ablehnung stoßen.

Deine Katze mag die Streu nicht

Es gibt sehr viele sehr unterschiedliche Sorten Katzenstreu. Fein oder grob, aus Holz, Katzenstreu aus Gräsern oder auch aus Silikat, mit Duft oder Aktivkohle und dann natürlich auch immer klumpende und auch nichtklumpende Streu. Doch nicht jede Katze mag nicht jede Streu. Hier empfehlen wir dir, einfach etwas auszuprobieren, womit sich deine Katze am wohlsten zu fühlen scheint. Aber bedenke bitte, eine neue Streu nicht einfach von heute auf morgen zu wechseln, sondern einen Streuwechsel langsam vorzunehmen. Einfach zunächst eine dünne Schicht der neuen Streu auf die alte streuen und die Menge mit jedem Tag etwas vermehren. Aber auch wenn eine Streu stark staubt, kann dies die Atemwege reizen und den Gang zur Toilette auf diese Art für deine Katze unangenehm machen. Nutz du eine Streu mit Duft, kann es auch sein, dass der Hersteller die Rezeptur etwas verändert hat und deine Katze die kleine Veränderung einfach nicht akzeptiert – obwohl es uns vielleicht kaum auffällt. Bedenke bei Duft-Streu-Sorten bitte auch immer, dass deine Katze ca. 14-mal besser riechen kann, als wir Menschen. Auch wenn es für uns vielleicht angenehm duften mag, so kann es für eine Katze – insbesondere in Haubentoiletten – schon fast eine Qual sein, sich in diesem „Duft-Raum“ aufzuhalten oder gar entspannt ihre Notdurft zu verrichten.

Ein weiter Faktor in dem Bereich Katzenstreu kann die Höhe oder Tiefe der Einstreu sein. Manchmal versuchen wir an der falschen Stelle zu sparen und können unseren Samtpfötchen nur eine recht dünne Schicht an Katzenstreu. Aber gerade Katzen die gerne buddeln sind mit einer nur geringen Menge Streu nicht zufrieden und empfinden es als unangenehm wenn sich ihre Hinterlassenschaft nicht tief genug verbuddeln lässt. Zudem raten wir auch immer bei sehr feiner Naturstreu zu einer etwas höheren Füllmenge von ca. 7-9 cm. Nutzt man hier zu wenig Streu, sinken die Stubentiger beim Eintreten schnell ein – dies mögen viele Fellnasen auch nicht. Mit etwas mehr Streu ist dies Problem aber schnell behoben. Zudem erleichtert dies die Reinigung für uns Menschen erheblich, da der Urin nicht bis an den Boden durchläuft und sich dort „fest-babbt“.

Die Katzentoilette wird zu selten gereinigt

Katzen sind sehr reinliche Tiere und mögen es überhaupt nicht, auf eine bereits benutzte Toilette zu gehen. Klar, gerade wenn man länger aus dem Haus ist – wie beispielsweise an einem normalen Arbeitstag – hat man nicht immer die Möglichkeit, die Toilette direkt nach der Nutzung wieder zu reinigen. Aber dann solltest du dir überlegen, vielleicht doch noch 1-2 Katzentoiletten zusätzlich anzuschaffen. Als Grundregel gilt hier: Mindestens 2x-täglich die Klumpen entfernen und nach Bedarf (ca. alle 1-2 Wochen – je nach Nutzungshäufigkeit) eine Komplettreinigung durchzuführen. Aber auch wenn bei der Reinigung ein scharfes Reinigungsmittel genutzt wird, kann der Geruch die Katze verunsichern oder gar vertreiben, hier am besten nur ökologische Mittel wie beispielsweise Essig nutzen.

 

Stress unter den Katzen oder im Katzenhaushalt

Wie wir alle wissen, sind unsere Samtpfoten sehr sensible Tiere und hängen an Gewohnheiten. Veränderungen – und sei es nur eine andere Einrichtung oder der Ein- oder Auszug eines Familienmitglieds – können sie aus der Rolle werfen und stark verunsichern. Aber auch schlechte Stimmung unter den Katzen oder den zweibeinigen Mitbewohnern können sich stark auswirken. Daher ist es auch immer wichtig, zu hinterfragen: Hat sich etwas in der Umgebung verändert, dass zu der Unsauberkeit geführt haben könnte? Dies können für uns Menschen ganz banale Dinge sein, wie z.B. die Verwendung eines Raumdufts oder einer Duftkerze, stören laute Geräusche die gewohnte Umgebung oder wurden neue Möbel hinzugefügt?  Manchmal ist es auch eine schlechte Stimmung unter uns Menschen, die die Katze aus der Bahn werfen kann. Prüfe und hinterfrage am besten die gesamte Wohnsituation und setze dich mit dem Alltag deiner Stubentiger auseinander und prüfe alles auf Veränderungen.

 

Was kann ich tun, bis ich herausgefunden habe, was die Unsauberkeit auslöst?

Als „Sofortmaßnahmen“ empfehlen wir natürlich zunächst einmal, die Stelle oder den Gegenstand gründlich zu reinigen – am besten mit einem Spezialreiniger, der wirklich alle Gerüche entfernt. Sonst kann es passieren, dass andere Katzen im Haushalt den Geruch mit ihrem eigenen überdecken wollen. Dann kommt man schnell von einem Problem zu zweien. Beschmutzte Decken entfernen, waschen und wieder hinlegen ist oft erfolglos. Manchmal fühlen sich die Stubentiger dadurch sogar ermuntert weiterzumachen. Am besten man versucht die Stellen umzuwandeln und stellt dort eine Futterschale hin oder sucht diesen Platz als neuen Ort fürs gemeinsame Spiel aus. Denn aufgrund ihrer Reinlichkeit gehen Katzen nicht dort auf die Toilette wo gefressen wird. Weißt du gar nicht mehr weiter, gibt es mittlerweile auch Verhaltensberater für Katzen. Diese schauen sich eure Situation genau an und analysieren aus Sicht der Katze, was Störfaktoren sein können.

 

Was du auf keinen Fall tun solltest

Für das vermeintliche Fehlverhalten solltest du mit deiner Katze niemals laut schimpfen oder sie gar bestrafen. Manchmal hört man auch, dass einige Menschen die Nase der Katze in ihre Hinterlassenschaft stecken. Dies führt nur dazu, dass die Beziehung zwischen euch und somit das Vertrauen zerstört wird, was eine vermeintliche Aversion gegen die Katzentoilette nur noch verstärkt. Die Situation wird für die Katze dadurch natürlich nur noch schlimmer. Am besten du suchst weiter nach der Ursache, bis du sie gefunden hast, denn ein Protest-Pinkeln gibt es entgegen vielfacher Behauptungen bei Katzen nicht.

 

 

 

 

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